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Rose-Herstellung: Drei Methoden fuer unterschiedliche Stile und Farben

Veröffentlicht am - Aktualisiert am

Rose-Herstellung: Drei Methoden fuer unterschiedliche Stile und Farben

Die Rose-Herstellung beruht auf einem kurzen, kontrollierten Kontakt zwischen dem Saft und den Schalen roter Trauben. Ob Direktpressung, Saignée oder kurze Maischestandzeit: Die gewaehlte Methode bestimmt Farbe, Koerper und Aromatik des Weins.

Rose ist weder Rot- noch Weisswein, sondern eine eigene Weinkategorie mit eigenen Herstellungsmethoden. Die Farbe eines Rose-Weins entsteht durch kontrollierten, kurzen Schalenkontakt roter Trauben mit dem Saft. Je nach Methode und Dauer entstehen Farbtoene von blassem Lachsrosa bis leuchtendem Himbeerrot. Der Stil des Rose haengt stark von der gewaehlten Technik ab.

Methode 1: Direktpressung

Bei der Direktpressung werden rote Trauben sofort nach der Lese gepresst, ohne vorherige Maischestandzeit. Die kurze Beruehrung der Schalen mit dem Saft waehrend der Pressung verleiht dem Rose seine blasse, lachsrosa Farbe. Diese Methode ist typisch fuer die Provence, wo die hellen, trockenen Rose-Weine weltberuehmt sind. Winzer wie Château d'Esclans oder Minuty zeigen, wie elegant Direktpressungs-Rose sein kann.

Methode 2: Saignée-Verfahren

Beim Saignée-Verfahren wird ein Teil des Mosts frueh aus dem Gaertank abgezogen, nachdem die roten Trauben einige Stunden mazeriert haben. Der abgezogene Most wird separat als Rose vergoren, der verbleibende Most wird konzentrierter als Rotwein weiterverarbeitet. Saignée-Rose hat oft mehr Farbe und Koerper als Direktpressungs-Rose und bringt kraeftigere Fruchtaromen mit.

Methode 3: Kurze Maischestandzeit

Die dritte Methode ist eine kurze Maischestandzeit von wenigen Stunden bis zu einem Tag. Danach wird der Most wie Weisswein weiterverarbeitet. Je laenger die Maischestandzeit, desto dunkler und koerperreicher der Rose. Diese Methode gibt dem Winzer viel Kontrolle ueber Farbe und Stil des Endweins.

Qualitaet beim Rose zeigt sich in Frische, Fruchtigkeit und einem sauberen, trockenen Abgang. In Deutschland und Oesterreich gibt es auch den Rotling oder Schilcher, regionale Rosevarianten mit eigener Charakter. Guter Rose ist kein Kompromiss, er ist ein Weinstil mit eigener Identitaet.

Rebsorten fuer Rose

Fast jede rote Rebsorte kann Rose liefern, doch einige eignen sich besonders. In Suedfrankreich dominieren Grenache, Cinsault und Syrah, die frische, fruchtige und oft blasse Weine ergeben. In Deutschland wird viel Spaetburgunder zu Rose verarbeitet, ebenso Portugieser, Dornfelder oder Trollinger. Ein Weissherbst ist eine deutsche Besonderheit: ein Rose, der aus einer einzigen Rebsorte stammt, deren Name auf dem Etikett steht.

Viele Erzeuger lesen die Trauben fuer Rose etwas frueher als fuer Rotwein, um mehr Frische und Saeure zu bewahren. Mehr zu Eigenschaften und Herkunft der Sorten erklaert der Beitrag ueber die wichtigsten Traubensorten der Welt.

Verschnitt von Rot- und Weisswein: nur in Ausnahmen

In der Europaeischen Union ist es fuer stillen Rose grundsaetzlich nicht erlaubt, ihn durch Mischen von fertigem Rotwein und Weisswein herzustellen. Die bekannteste Ausnahme ist die Champagne: Dort darf Rose-Champagner traditionell durch Zugabe eines Anteils Rotwein zum weissen Grundwein entstehen. Daneben gibt es Rose-Champagner, der wie andere Rose-Weine durch Mazeration gewonnen wird.

Diese Unterschiede in der Herstellung erklaeren, warum Rose-Weine so vielfaeltig ausfallen. Wer die Rotweinbereitung zum Vergleich kennen moechte, findet sie Schritt fuer Schritt auf der Seite zur Rotwein-Herstellung.

Rose richtig geniessen

Die meisten Rose-Weine sind fuer den baldigen Genuss gemacht und zeigen sich jung am frischesten. Kraeftigere Rose-Weine, etwa aus Saignée oder mit Holzausbau, koennen auch einige Zeit reifen und begleiten dann gut Gerichte mit Geschmack. Serviert wird Rose gut gekuehlt, aehnlich wie ein leichter Weisswein; Einzelheiten zu den Temperaturen fuer jeden Weintyp nennt die Seite zur idealen Trinktemperatur.

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