Barrique: Was das Eichenfass mit einem Wein macht

Das Wort Barrique bezeichnet ein kleines Eichenfass mit einem Fassungsvermoegen von 225 Litern, das urspruenglich in Bordeaux entwickelt wurde. Heute ist der Barrique-Ausbau auf der ganzen Welt verbreitet und gilt als Zeichen fuer ambitionierte Weinherstellung. Wein, der Monate im Barrique reift, nimmt Aromen aus dem Holz auf und profitiert von der langsamen Sauerstoffzufuhr durch die Fassdauben.

Welche Aromen bringt der Barrique?

Der Ausbau im Barrique kann einem Wein Aromen von Vanille, Toast, Zimt, Karamell oder Raeuchernoten verleihen. Die Intensitaet haengt davon ab, ob ein neues oder gebrauchtes Fass verwendet wird: Ein neues Barrique gibt deutlich mehr Holzaromen ab als ein zwei- oder dreimal verwendetes Fass. Auch die Toastung des Holzes spielt eine Rolle: Stark getoastete Faesser hinterlassen kräftigere Rauchnoten, waehrend leichte Toastung feinere Wuerzaromen beisteuert.

Welche Weine profitieren vom Barrique?

Kraeftige Rotweine mit hohem Tanningehalt, wie Cabernet Sauvignon, Tempranillo oder Nebbiolo, harmonieren gut mit dem Barrique-Ausbau. Das Holz rundet die Tannine ab und gibt dem Wein Struktur und Lagerpotenzial. Bei Weissweinen wie Chardonnay verleiht das Fass Fulle und Cremigkeit, wie man sie bei einem klassischen Meursault aus der Bourgogne findet. Leichte Fruchtweine und Aromasorten wie Riesling oder Sauvignon Blanc brauchen in der Regel kein Fass: Die Holzaromen wuerden ihre feinen Fruchtnoten ueberdecken.

Ein gut eingesetzter Barrique-Ausbau bereichert den Wein, ohne ihn zu dominieren. Wenn die Holzaromen alles andere ueberlagern, spricht man von einem ueberholzten Wein, was als Fehler gilt. Die besten Barrique-Weine zeigen Frucht, Holz und Terroir in harmonischem Gleichgewicht.

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