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Weinbeschreibung anhand von Aromaprofilen
abgelegt im Archiv Sponsored Post von Creative Weblogger am 01.08.08
Weinbeschreibung anhand von Aromaprofilen
Sie trinken gerne Wein? Eigentlich eine blöde Frage, denn sonst würden Sie vermutlich kaum in einem Wein-Weblog schmökern. Doch haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum Ihnen der eine Wein schmeckt und ein anderer nicht?


Um Wein adäquat zu verkosten, steht Kennerinnen und Kennern das Aromarad zur Verfügung. Genau genommen handelt es sich hier um eine Formulierungshilfe, anhand derer Sie Ihr Geschmackserlebnis in Worte fassen können:


Hier finden Sie Einordnungen und Beschreibungen, die nach sorgfältiger Verkostung einer breiten Palette deutscher Weiß- und Rotweine erstellt wurden. Dabei haben insbesondere Experten und Weinkenner des Bundes Deutscher Oenologen ihr Wissen und ihre Erfahrung beigesteuert. So fällt es leichter, den Genuss nicht nur zu erleben, sondern auch mitzuteilen. Und gemeinsam genießen macht bekanntlich doppelt Spaß.


Zu beachten ist dabei das Zusammenspiel zwischen Geschmack und Geruch. Denn der Genuss eines Weines spielt sich nicht nur auf der Zunge ab sondern auch in der Nase. Wollen wir die Bedeutung des Schmeckens und Riechens vergleichen, so liefert der Geschmack ein Grundmuster und informiert über die Harmonie des Weines. Demgegenüber vermittelt der Geruch dessen Vielfalt und unendliche Feinheiten. Die Geschmacksknospen der Zunge lassen uns die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig erkennen.



Das Geruchsempfinden ist dabei ungemein komplex und kann anhand tausender Nuancen bestimmt werden. Die wichtigsten Nuancen finden sich dabei auch im Aromarad und durch das Zusammenwirken mit dem Geschmack ergibt sich ein umfassendes Weinerlebnis.


Nun fragen Sie sich vielleicht, wie das Schmecken anhand des Aromarads funktioniert? Ganz einfach:


Das Aromarad für Weiß- und Rotweine untergliedert sich in sieben Segmente, die den Geruch beschreiben, sowie eines für den Geschmackseindruck. Der Duft wird zunächst allgemein eingegrenzt (innerer Kreis) und dann genauer umrissen (äußerer Kreis). So können Sie also beim erste Riechen unter Fruchtig riechen, dass ihr Wein nach einer Beere duftet. Durch ein intensiveres Riechen können Sie dann feststellen, ob es sich eher um Holunder oder Johannisbeere handelt oder auch nach beiden riecht.


So weit, so gut. Anhand der einzelnen Aromen eines Weines können Sie auch Schlüsse auf seine Rebsorte und das Anbaugebiet ziehen. So erinnert ein Riesling oft an reife Äpfel oder saftige Pfirsiche, während ein Grauburgunder eher nach Birne und Ananas duftet.


Das Tolle ist, dass sich mit dem Aromarad auch Speisen und Wein aufeinander abstimmen lassen. Ein süßlicher Wein passt entsprechend zu exotischen Speisen. Sie werden sehen: mit der Zeit und mit ein wenig Übung werden Sie nach und nach zu einem echten Weinkenner und - Genießer.


Doch wie sagte es schon der große Goethe: Grau ist alle Theorie. Aus diesem Grund gebe ich nun auch noch ein paar Empfehlungen, mit denen sich der Umgang mit dem Aromarad wunderbar trainieren lässt:


Da ist beispielsweise der 2005er Climbing Merlot, Cumulus Wines, Orange, Australia über den wir die folgende Beschreibung lesen können:


Farbe: dunkles Rubin

Nase: Waldbeeren, Pflaume, Kirsche, Vanille, Malz, Gewürze

Mund: kräftig, doch nicht korpulent; weiche und reife Tannine; bleibender, eleganter Geschmack, geradezu europäische Finesse


Na, hätten Sie es herausgefunden? Es gehört durchaus ein wenig Übung zum Weinkennen. Nehmen wir einfach mal den 2007er Rolling Chardonnay, Cumulus Wines, Central Ranges, Australia, der angenehme, erfrischende Säure, gut eingebunden durch vollen Extrakt überzeugt. Die Frucht steht hier deutlich im Vordergrund (nicht die vanillig-nussig-buttrigen Komponenten vieler anderer Übersee-Chardonnnays)


Übrigens: den Gesamteindruck eines genossenen Weines können Sie gut und gerne auch in Form von Punkten wiedergeben und so nach und nach ihren eigenen, ganz individuellen Geschmack erschmecken.


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