Wein ist nicht nur zum Trinken da – hohe Renditen für Weinanleger
abgelegt im Archiv Aktuelle Themen , Best of am 13.04.10

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Jean-Philippe Weisskopf und Philippe Masset werteten die an Weinauktionen in den USA gehandelten Preise von 1996 bis 2009 aus. Der Aktienindex stieg zwar von 1996 bis 2000 stärker als der allgemeine Weinindex der beiden Forscher, teilte die Uni Freiburg mit. Doch von 2001 bis 2003 sackten die Aktien tief ab, der Weinindex aber stieg kontinuierlich. Weder die Terroranschläge in New York noch das Platzen der Internetblase hatten große Folgen auf die Weinpreise gehabt, teilten die Forscher mit.
Von 2005 bis 2008 verdoppelte sich der Wert des allgemeinen Weinindexes. Von Mitte 2008 bis Januar 2009 fiel der Index wegen der Finanzkrise um 17 Prozent. Aber in derselben Zeitperiode stürzte der Russell 3000 um fast die Hälfte ab (47 Prozent).
In wirtschaftlich guten Zeiten erzielen Weine hohe Renditen, und in Krisenzeiten seien sie als Geldanlage nur ein geringes Risiko. Als besonders wertvoll gelten Weine aus Frankreich.
Edle Tropfen für über 200 Dollar oder gar über 400 Dollar die Flasche, wie etwa der Château Petrus oder Château Haut-Brion,- verdreifachten oder vervierfachten ihre Preise in den 13 Jahren der Analyse sogar. Der Nachteil: Sie verloren dafür während der Finanzkrise deutlich mehr als die günstigeren Weine.
Die einzelnen Weinregionen folgten dem Aufwärtskurs des allgemeinen Weinindexes, aber die Unterschiede zwischen den Anbaugebieten waren groß: US-Weine stiegen um 63 Prozent, italienische um 125 Prozent. Noch besser schnitten französische Weine ab: Bordeaux und Burgunder verdoppelten ihren Wert, Côtes du Rhône verdreifachten ihn gar.
Fazit: Wein kaufen lohnt sich nicht nur zum Trinken, sondern auch um ihn anzulegen!
Tags: Weinbörse, Weinauktionen, Aktienindex, New York, Weinindex, Geldanlage Wein, Château Petrus
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Kommentar von:
Carolin Husser
(19.04.10 19:28 Uhr)
Ich denke mal, dass es auch normal ist, dass der französische Wein so teuer ist. Bin ja schon Weinkennerin und ich finde, es ist qualitativ der beste.
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