Vorsicht Subskription!

Vorsicht Subskription!
© e_calamar

Ein magisches Wort geistert einmal im Jahr durch die Weinwelt. Subskription. Diese Methode des Einkaufs betrifft nicht mehr ausschließlich, aber vor allem Bordeaux. Das Prinzip ist einfach: Man kauft Wein, überweist das Geld, bekommt die Flaschern aber erst lange danach ausgeliefert. Im Prinzip also ein einfaches Warentermingeschäft. Warum sich die Käufer das antun? Nun, sie spekulieren darauf, dass sie im Wege der Subskription billiger zu ihrem Lieblingstropfen kommen, als wenn sie ihn regulär im Handel kaufen würden. Das kann so sein, muss es aber nicht: In manchen Jahren und bei manchen Weingütern reiben sich die Subskribenten nachher die Hände, in anderen (und bei anderen) ärgern sie sich schwarzrot. Dann nämlich, wenn ein älterer Wein irgendwann zum gleichen, einem kaum höheren oder gar einem niedrigeren Preis als bei der Vorbestellung im Handel auftaucht. Tiefgründige Recherche über Weinqualitäten und Jahrgänge ist unumgänglich. Das größte Risiko aber ist ein anderes: Es ist tatsächlich vorgekommen, dass der Weinhändler, der das Geld einsammelt, in Konkurs geht, bevor die Flaschen ausgeliefert werden. Und dann ist die Kohle im Regelfall weg, der Wein gar nicht erst da. Wer subskribieren will, sollte sich also informieren und nur bei etablierten Händlern mit viel Erfahrung einzahlen. Eine Garantie ist auch das nicht, aber eine zusätzliche Sicherung.


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