Trend zu alkoholfreiem Wein?

© yashima
Gestern habe ich drei Flaschen wein getrunken und bin danach noch mit dem Auto nach Hause gefahren. Keine Sorge: was wie pubertäres Prahlen und grobe Fahrlässigkeit klingt, muss neuerdings nicht mehr zwingend problematisch sein. Denn immer mehr Winzer erkennen den vermeintlichen Trend zum alkoholfreien Wein oder Sekt.
Auf den ersten Blick hätte ich ja gesagt, dass Wein ohne Alkohol schlichtweg Traubensaft bzw. Sekt ohne Alkohol eine Art Traubenlimonade ist. Doch lernen wir dazu, durch einen Artikel in der Tageszeitung "Die Welt":
Die drei großen deutschen Hersteller produzierten im vergangenen Jahr zusammen um die zwölf Millionen Flaschen "leichten" Sekt und erzielten Zuwachsraten bis zu 35 Prozent. Neben längst etabliertem Bier und "Virgin-Cocktails" gibt es inzwischen für Apfelwein und Aperitifs ebenfalls Alternativen ohne.
Als einer der Gründe für diesen Boom wird das steigende Gesundheitsbewusstsein genannt. Und so ist sogar ein null Prozent Alkohol Wein möglich, der allerdings nach gar nichts schmecken würde. Denn:
Der Alkohol hat die Funktion eines Aromenkatalysators und prägt den Duft und den Geschmack. Fällt der Alkohol weg, sind die Aromen verhaltener und auch das Mundgefühl beim Trinken verändert sich
So haben die Light-Produkte in aller Regel runde 0,4 Prozent Alkoholgehalt und ist geschmacklich – zumindest für Laien – kaum vom echten Wein zu unterscheiden.
Um ehrlich zu sein, bin ich mir gerade bei letzerem nicht so sicher. Denn ein alkoholfreies Bier schmeckt auch anders als ein "echtes" und gerade beim Wein dürfte es schon zu Unterschieden kommen. Vielleicht hat ja jemand von Ihnen bereits Erfahrungen mit alkoholfreiem Wein gemacht? Kommentare sind höchst erwünscht!
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