Silvester, aber richtig

Die Sitte besagt ja Folgendes: Man bestelle eine Flasche Schäumendes und öffne sie drei Minuten vor dem Jahreswechsel – damit man um Mitternacht anstoßen kann. Doch vielen Champagner tut man damit unrecht. Die nämlich eignen sich öfter als bislang praktiziert auch zur Begleitung ganzer Menüs, von der Vorspeise bis zum Dessert. Pol Rogers Standardchampagner namens White Foil gilt zu Recht als einer der besten seiner Klasse: ein Allzweckwein, der sich auch zu Fisch mit cremigen Saucen oder zu Wild gut macht. Der Pommery Wintertime ist dagegen fülliger: Der Pinot noir tut hier erkennbar seine Wirkung. Und wer ein bisschen Süße mag (ich persönlich ziehe den knackig-trockenen Pol Roger freilich vor), der wird den mit rund 20 Gramm Zucker dosierten, aber keineswegs belanglosen, sondern sehr würzigen und nachhaltigen Nocturne sicher schätzen. Als einer der weniger Champagner der großen Häuser wird er als sec eingestuft: eine Bezeichnung, die in Wirklichkeit mit "ganz leicht süß" und nicht mit trocken zu übersetzen ist. Übrigens: zu einem dezent zuckrigen Bratapfelsoufflé sensationell!


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