Rosé für 2,49 Euro

Überraschend haben die Verbraucher im vergangenen Jahr bei einer etwas missachteten Weinkategorie zugegriffen. Ausgerechnet die Roséweine gewannen an Beliebtheit: Um 7,5 Prozent kletterte ihr Anteil an den in Deutschland verkauften Weinen. Fast jede zehnte Flasche, die in den letzten zwölf Monaten über den Ladentisch ging, hatte also jene schwer zu beschreibende Farbe, die zwischen Rosen, Erdbeeren und Rebhuhnaugen changiert. (Und dabei war der Sommer 2008 doch gar nicht so heiß und grandios sonnig, dass alle Welt mit gut gekühltem Rosé auf der Terrasse hätte sitzen müssen!)

Ach ja, die Statistiker haben auch herausgefunden, dass der Durchschnittspreis der im Lebensmitteleinzelhandel verkauften Weine um elf Cent gestiegen ist und nun bei 2,49 Euro liegt (pro Liter). Zu diesem Tarif findet man freilich selten etwas wirklich Herausragendes; deutsche Winzer könnten von diesem Mini-Erlös (inklusive Flasche, Korken, Etikett, Transport, Mehrwertsteuer usw.) nicht existieren. Aber der Trend geht ja, lansam, aber immerhin, in die richtige Richtung.


Leave a Comment