Obamas Weinkeller
Barack Obama gilt nicht unbedingt als absoluter Weinexperte. Zumindest hat er schon bestätigt, dann und wann Bier oder Wein zu genießen – ganz im Gegensatz zum erklärten Abstinenzler Georg W. Bush. Doch zum dritten US-Präsidenzen und großen Weinsammler Thomas Jefferson schließt Obama bislang nicht auf: Der Ur-Vorgänger kaufte bekanntlich, damals eine Sensation, große Mengen französischer Weine ein.

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Vor ein paar Monaten nun gab der Kellermeister des Weißen Hauses zu, dass man gar keinen echten Weinkeller habe, sondern nur einen Raum neben der Küche. Dort werde der alltägliche Bedarf aufbewahrt. Nix also mit gezielter Lagerung von älteren Tropfen! Die jüngeren passten eh besser zu den rasch absolvierten Essen und zur jugendlichen Atmosphäre im Sitz des Staatsoberhauptes, erklärte der Chef-Gastronom des Präsidenten. Amerikanische Medien maulen nun, es müsse schnellstens ein richtiger Weinkeller eingerichtet werden – und außerdem solle man auch ausländische Tropfen einkaufen. Mit Forderung Nr. 1 bin ich einverstanden, aber bei Nr. 2 noch nicht überzeugt. Schließlich existieren viele gute Weiß- und Rotweine in den Anbaugebieten der USA, auch allerlei Schaum- und Süßweine. Warum muss man Bordeaux und Chianti kredenzen, wenn man auch Pinot noir vom Russian River oder komplexen Zinfandel aus dem Napa Valley hat?
Die Wein-Präsidenten
Thomas Jefferson – kaufte riesige Menge bester Bordeaux ein (und lagerte angeblich 20.000 Flaschen)
Richard Nixon – trank gern französische Wein (angeblich heimlich!)
Lyndon B. Johnson – untersagte, etwas anderes als kalifornischen Wein auszuschenken
Jimmy Carter – wollte im Weißen Haus nichts von Whisky, aber viel von Wein wissen
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