Kein Antibiotikum mehr in Wein nachzuweisen

Kein Antibiotikum mehr in Wein nachzuweisen
© longhorndave

Nachdem im Januar dieses Jahres noch in drei Weinen aus dem Ausland Antibiotikum nachgewiesen werden konnte, gibt das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland Pfalz bekannt, dass es keine weiteren positiven Ergebnisse mehr gab.
Knapp fünf Monate nach Untersuchungen, die das Antibiotikum Natamycin in Weinen aufspürten, ist nach Analysen an 227 Weinen die Zahl der Funde auf Null gesunken. Diese gute Nachricht ist vermutlich auf verstärkte Eigenkontrollen der Weinerzeuger aus Nicht-EU-Ländern zurückzuführen.

Erstmals Anfang November 2009 hatte die Koblenzer Behörde die Substanz in argentinischen Rotweinen entdeckt. Daraufhin wurden insgesamt 589 Weine hinsichtlich des Anti-Pilzmittels untersucht – 412 Weine kamen von außerhalb der EU. 124 Proben stammten aus Deutschland und 53 aus EU kontrollierten Gebieten. In 31 Weinen aus Argentinien und Südafrika wurde Natamycin gefunden. Davon waren bereits 12 Weine in den Handel gelangt.

Problematisch ist, dass in Argentinien und Europa nicht mit Natamycin behandelt werden darf, in Südafrika dagegen der Einsatz legal ist. Dies bedeutet, dass jeder zum Export bestimmte Wein vor der Einfuhr analysiert werden muss.
Direkt Gesundheit gefährdend ist dieses Mittel zwar nicht, aber die Aufnahme verursacht eine Desensibilisierung von Antibiotika, was zu einem Verlust der medizinischen Wirkung führt.


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