Geld für Korkschäden

Geld für Korkschäden
© johannesfreund

Albert Kallfelz ist ein konsequent denkender Winzer. Schon vor Jahren hatte er keine Lust mehr auf den Kork. Immer öfter bemerkte er bei seinen Weinen nämlich Flaschendifferenzen. Die abgefüllten Weine schmeckten anders als jene, die sich noch im Tank befanden. Also stieg Kallfelz beim Kork aus und bei Kunststoffpfropfen, vor allem aber beim Stainless Cap ("Kronkorken") ein. Und jetzt hat er, nach einem extrem langen Gerichtsverfahren, auch noch Recht bekommen. Der einstige Korklieferant muss ihm Schadenersatz in erheblicher Höhe zahlen. Während der Winzer sich bestätigt fühlt, bekommen einige Korkhersteller wohl graue Haare. Gänzlich ausschließen können sie nämlich – fast – nie, dass ihre Produkte den Wein verändern: Mal handelt es sich um einen echten Korkschmecker, mal nur um eine leichte Beeinträchtigung der Frucht. Skeptiker glauben, dass ein Großteil – die Schätzungen gehen von 5 bis zu 50 Prozent – der Weine vom Kork mehr oder weniger deutlich beeinflusst wird. (Bei leichten Weißweinen ist dies übrigens wesentlich einfacher zu bemerken als Rotweinen.) Dem kann man eigentlich nur zuverlässig vorbeugen, indem man Alternativverschlüsse einsetzt…


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