Frankfurt: Streit um Stadtwein

Frankfurt: Streit um Stadtwein
© loop_oh

Es ist schon ein wenig skurril. Da legt die Bankenmetropole Frankfurt gesteigerten Wert darauf, dass offizielle Gäste lediglich Wein vom städtischen Weingut eingeschenkt bekommen, achtet aber offensichtlich viel zu wenig auf die Qualität.

In der Frankfurter Neuen Presse wird offen daran gezweifelt, ob der Wein auch nur regionalem Standard genügt, wenngleich der "Lohrberger Hang" in Seckbach durchaus das Potential hätte. So erfahren wir:

Am dortigen Mainufer wachsen neben Riesling Weißburgunder, Chardonnay sowie Spätburgunder und cabernet sauvignon. Zu der Palette mit über 50 verschiedenen Flaschen gehört zudem ein Sekt.

Das Weingut gehört seit 1803 der Stadt Frankfurt und wird seit 1994 von der Winzerfamilie Rupp bewirtschaftet. Der Absatz ist dabei garantiert, denn sämtliche Gastwirtschaften in städtischer Hand mussten sich verpflichten, mindestens drei Weine aus dem städtischen Weinanbau anzubieten.

Nun ist nur zu hoffen, dass der Wein bald wieder besser wird:

Weinfreunde sehen in der Verbesserung der Qualität der städtischen Weine ein wichtiges Anliegen. Solange aber die Weine der Stadt ein eher trübes Bild abgeben, könnte man sich ihrer Ansicht nach bei Empfängen und anderen offiziellen Feierlichkeiten mit Alternativen behelfen

Angedacht wird in diesem Kontext der Lieblingswein des berühmten Frankfurters Johann Wolfgang von Goethe. Der schwor auf einen Hofkeller-Riesling vom Würzburger Stein.


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