Faustregeln gegen Fauxpas – welcher Wein zu welchem Gericht?

© Swami Stream
Heute sieht man den Weinknigge insgesamt ein wenig legerer. Besonders bei jüngeren Leuten und in der gehobenen Gastronomie. Man hat insgesamt dem Gaumen ein wenig mehr Freiraum gelassen und erkannt, dass in Stein gehauene Regeln so nicht mehr existieren. Wer also einen Weißwein zum Hasenrücken serviert, wird heute nicht mehr scheel von der Seite angesehen.
Ist es nicht dennoch schön, bei besonderen Anlässen Stilsicherheit erkennen zu lassen? Im Folgenden ein kleiner Wegweiser…
Nicht nur die Fleischsorte, sondern auch die Zubereitungsart ist ausschlaggebend für die Weinwahl. So wird zu gegrilltem oder gebratenem Rind ein kräftiger, gehaltvoller Rotwein empfohlen (Merlot Riserva, Pino noir). Zu Gerichten, die mit dunklen Soßen serviert werden, sollten immer diese kräftigen, gerbstoffreichen Roten gereicht werden.
Wenn das Rindfleisch hingegen im Sud gegart wurde, passt ein leichter, fruchtiger Rotwein (Salvagnin, Blauburgunder) oder auch ein kräftiger Weißwein.
Bei Wild besteht noch immer der Grundsatz, einen Rotwein zu nehmen, wobei aber auch schon einmal ein kräftiger Weißer (Grauburgunder) erlaubt ist. Auch einen Rosé darf man servieren, doch Vorsicht: Meistens ist dieser zu spritzig und fröhlich, um den Wildgeschmack zu unterstützen.
Zu hellen Soßen beim Kalbsfleisch oder Geflügel passt ein fruchtiger oder sehr gehaltvoller Rotwein.
Leichte Rot- oder Roséweine passen hervorragend zu Schweinefleisch, Würsten und Geflügel.
Dass frische, spritzige oder kräftige Weißweine grundsätzlich zum Fisch auf den Tisch kommen, hat heute keine Gültigkeit mehr. Diese Regel stammt noch aus der Zeit, als Fisch in Deutschland fast ausschließlich aus der Nordsee stammte. Dieser überwiegend fette Fisch verträgt sich nicht mit den Gerbsäuren des Rotweines. Allerdings finden Röstaromen, zum Beispiel in gegrillter Dorade, im Rotwein einen guten Begleiter.
Wer herausfinden möchte, welcher Wein zu speziellen Gerichten passt, sollte einmal hier nachsehen.
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