Eine kleine Unterrichtseinheit zur Geschichte des Weines

Eine kleine Unterrichtseinheit zur Geschichte des Weines
© marfis75

Schon vor über 600.000 Jahren dürften Frühmenschen, die als Jäger und Sammler umherzogen, schon Trauben gesammelt haben. Gefundene Traubenkerne bei Lagerplätzen von Menschen wurden auf dieses Alter datiert.
Gehäufte Ansammlungen von Traubenkernen im Nahen Osten (Türkei, Syrien, Jordanien und Libanon), die auf etwa 8000 v. Chr. datiert wurden, werden von Archäologen als der Beginn der Weinerzeugung interpretiert.

Der Übergang von der wilden zur kultivierten Rebe wird etwa 5000 v. Chr. in Georgien angesiedelt. Erste schriftlich überlieferte Zeugnisse über Wein lieferten die Ägypter und die Assyrer.
Hammurabi, der berühmte Gesetzgeber Mesopotamiens ließ in seinen Codex (1700 v. Chr.) folgendes aufnehmen: "Der Wein gehört zu den kostbarsten Gaben der Erde. So verlangt er Liebe und Respekt, wir haben ihm Achtung zu erweisen."

In der Folge spielte Wein bei allen großen Kulturen eine nicht unwesentliche Rolle. Der Traubensaft wurde als Getränk der Götter angesehen und diesen geopfert.
Hippokrates, der Vater der Medizin (geb. 460 v. Chr.) erkannte im Wein ein nahezu universelles Heilmittel.

Unzählige Zeugnisse über Wein und Weinbau stammen von den alten Römern. Sie betrieben den kommerziellen Weinbau und konnten verschiedene Rebsorten unterscheiden. Im römischen Reich hatten alle gesellschaftlichen Schichten Zugang zu Wein. In den berühmten Ruinen von Pompeji kann man heute noch ca. 200 Weinschenken erkennen.
In der Bibel wird Wein in mehr als 500 Textstellen erwähnt. So wird in der Genesis (9, 20-21) der erste Winzer genannt: "Noah wurde der erste Ackerbauer und pflanzte einen Weinberg."

Wein ist aus der Kulturgeschichte der Menschen nicht mehr wegzudenken. Natürlich wurde der edle Traubensaft auch von den jeweiligen Kunstschaffenden thematisiert. Unzählige Dichter, Komponisten und Maler beschäftigten sich in ihren Werken (und nicht nur dort) mit Wein. Goethe, eines der größten Genies der westlichen Welt, sagte folgendes: "Solange man nüchtern ist, gefällt das Schlechte. Wie man getrunken hat, weiß man das Rechte."


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