Ein langer, ruhiger Fluss

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Die Ufer von Frankreichs längstem Fluss bergen eine schier unübersichtliche Menge an Weinbergen. Und auch die Weintypen sind kaum zu zählen. Fruchtige, duftige Muscadets wachsen ganz im Westen, an der Mündung in den Atlantik. Weiter östlich geht es dann mal rot, mal weiß zu, mal süß und dann wieder trocken. Wie vielfältig die Weine der Loire schmecken können, erfahren die Besucher einmal pro Jahr auf der Weinmesse im beschaulichen Angers. (Ist übrigens gar nicht so einfach, eine Weinmesse hinzukriegen, wenn die Weinbauregion sooo lang ist – andere Loire-Städte sind längst eifersüchtig auf Angers.) Mehr als andere Trauben-Gegenden kämpft die Loire übrigens mit dem Wetter. 2008 gab es nur sehr wenig Muscadet (nicht mal die Hälfte des Durchschnittsertrages), weil Fröste zugeschlagen haben. Und der letzte grandiose Süßweinjahrgang, in dem die Chenin-blanc-Trauben für Bonnezeaux oder Vouvray perfekt eintrockneten, liegt auch schon etwas zurück. Fabelhafte trockene Savennières, die mineralischen Sauvignon blancs des verstorbenen Didier Dagueneau und Schaumweine in ebenso günstiger wie guter Qualität sind freilich immer zu bekommen an Frankreichs längstem Fluss.
(PS: Ein Paradies für Radtouren!)
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