Deutscher Wein = Burgunder und Riesling

© lil'bear
Was fällt ihnen ein, wenn von Deutschem Wein die Rede ist? Doch, es gibt eine richtig Antwort und die lautet im Jahr 2009 "Riesling und Burgunder". Gemeint ist damit, dass das Deutsche Weininstitut (DWI) seine Marketingstrategien in erster Linie auf diese beiden Rebsorten ausrichten möchte. Das berichtet Agrarheute und offensichtlich soll einer der Slogans "weiß-rot-gold" lauten. Aha! Weißwein, Rotwein und goldene Prädikatsweine. Man könnte trefflich über die Originalität streiten.
Doch die Auswahl von Riesling und Burgunder macht durchaus Sinn, wenngleich es sicherlich noch eine ganze Reihe anderer Reben gäbe, die eine ähnliche Aufmerksamkeit verdient hätten. Vorbildlich ist aber die Idee, die Weine aus der Provinz in die Metropolen zu tragen und dort dann auch ein junges Publikum zu erreichen:
Mit "Wein-Events" in den Metropolen Hamburg, Berlin, München und Köln solle ein "junges und anspruchsvolles Publikum" erreicht werden. In Berlin findet etwa die interaktive Ausstellung "WeinSensorium" rund um das Thema deutsche Weine (24. Oktober bis 02. November) statt.
Mal schauen, ob sich die Absatzzahlen auf diese Weise nach oben bringen lassen.
Wie schade, daß das DWI sich nur auf die beiden bekanntesten Rebsorten Deutschlands beschränkt – wir haben so viel mehr als nur Riesling (der quasi als Synonym für deutschen Wein steht) und Spätburgunder zu bieten!
Bei einer Fachveranstaltung mit dem DWI in Amsterdam leckten sich die verkostenden Fachleute die Mäulchen bei Huxelrebe, Dunkelfelder und Gewürztraminer!
Viele Grüße aus dem Weingut Fuchs in Flörsheim-Dalsheim
Hildegard Fuchs
Über deutsche Weine schreiben und eine Australische Flasche von Grosset abbilden…
nicht gerade patriotisch!