Dekantieren? Immer öfter!
abgelegt im Archiv Gläser & Accessoires am 23.02.09

© _dominic
Dekantieren heißt, sinngemäß übersetzt, nichts anderes als Umschütten. Weintrinker praktizieren diese Art der Trinkvorbereitung selten, viel zu selten. Dekantiert wird ausschließlich dann, wenn es sich um einen alten Tropfen handelt - einen richtig uralten, wohlgemerkt. Und seien wir ehrlich: Wann trinkt man denn als Normalsterblicher ein 30, 40 oder 100 Jahre altes Weinchen? Der Sinn dahinter: Irgendwo hat man mal gelesen, dass alte Weine dekantiert gehören. Weil da angeblich Satz in der Flasche schwimmt: Feststoffe, die vor dem Genuss entfernt werden müssen. Stimmt ja auch, diese Bröckchen und Schlieren gibt es. Aber oft genügt es schon, die Flasche vor dem Ausschenken eine Weile aufrecht zu stellen. In anderen Fällen - wenn der Satz zu fein ist - muss man wirklich ran, und dann darf man auch die Nummer mit der Kerze abziehen.
Aber viel öfter sollten nicht etwa alte, sondern junge Weine dekantiert bzw. karaffiert werden. Solche, die zwar keinen Satz, aber noch eine gewisse Jugendlichkeit und Unruhe aufweisen. Denen tut die Sauerstoffdusche beim Umschütten in eine Karaffe nämlich richtig gut! Sogar komplexe Weißweine profitieren von dieser Prozedur - öfter, als man glaubt.

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Tags: Dekantieren Decanter
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Kommentar von:
sohbet
(23.02.09 19:14 Uhr)
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