Dänischer Wein – Überraschung und Geheimtipp

Dänischer Wein â€

Pittoreske Küsten, leuchtende Rapsfelder sowie Hotdog- und Smørrebrød-Plantagen prägen das Bild des Königreichs Dänemark. Ob diese Assoziationen in Zukunft von Weinstöcken und Reben ersetzt werden…?

Durch die weltweit steigenden Temperaturen ist in Dänemark ein kleiner, aber feiner Wirtschaftszweig entstanden. Im Jahre 2000 erlaubte die Europäische Union experimentierfreudigen dänischen Winzern, zwischen Jütland und Bornholm Wein anzubauen. Nach geglücktem Versuch ist das skandinavische Land seit 2007 offiziell anerkannte Weinbaunation und darf seine Weine kommerziell vertreiben.
Das zu Beginn müde Lächeln über das Bemühen der geduldigen Weinbauern ist heute Überraschung und aufrichtiger Anerkennung gewichen. Mittlerweile sogar ein Geheimtipp unter den Kennern ist der rare Wein aus Dänemark, dessen Anbaufläche von der EU vorerst auf 99 ha begrenzt wurde. Der ehemals lediglich als Tafelwein bezeichnete Rebsaft gliedert sich nun in die Reihe der international hoch eingestuften Rebsäfte ein.

Das erfolgreichste Anbaugebiet Dänemarks ist Seeland. Dessen gekelterte Tropfen wurden von weltweit angesehenen Sommeliers als norditalienische Luxusweine eingestuft. Als der wohl beliebteste Wein hat sich der rote "Rondo" herauskristallisiert, der in Avedøre, rund zehn km südwestlich von Kopenhagen, gut gedeiht. Diese Traube ist genügsam und verzeiht unstetes Klima mit viel Nässe und starker Trockenheit.
Weitere Rotweinsorten wie Pinot Noir, Blaue Donau, Castel und der Léon Millot haben sich zu begehrten Importraritäten entwickelt.
Doch auch Weißweine wie Pinot Blanc, Chardonnay, Goldriesling und Huxelrebe erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Preiswert ist der Wein aus dem kleinen Königreich zwar nicht. Dieser Umstand jedoch motiviert vielleicht den einen oder anderen Neugierigen zu einer kleinen Reise in das schöne Land mit den herrlich gelassenen Menschen.

Voraussichtlich macht der Klimawandel eine Ausbreitung der Weinstöcke in Dänemark möglich, doch über Weinberge werden wir so schnell wohl nicht wandern…


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