Bordeaux: Kalkuliert Gastronomie falsch?
abgelegt im Archiv Bordeaux-Weine am 04.06.08

In der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung findet sich ein interessanter Artikel über die Art und Weise, wie in Restaurants die Weinkarte kalkuliert wird. Das Problem ist, dass viele Häuser keine Spitzenweine verkauft bekommen, weil diese schlichtweg zu teuer sind. So stellt sich die Frage:
Liegt es am mangelnden Weinverstand der Gäste? Vielleicht - aber viel eher sind es die gedankenlos kalkulierten Preise, die den Verkaufserfolg verhindern. Denn ganz nach Lehrbuch wenden viele brav die Kalkulation mit dem prozentualen Warenrohaufschlag an: Einkaufspreis plus 200 Prozent plus Mehrwertsteuer.
In der Praxis bedeutet dies, dass der bordeaux, der im Einkauf 15 Euro kostet für satte 53,50 Euro auf die Karte kommt. Wer aber hat noch Lust, solche Preise zu bezahlen, wenn es den selben Wein zu Hause für knapp 40 Euro weniger gibt? Die Lösung wäre in diesem Fall ein Aufschlag in Form einer fixen Summe. Das macht auch deshalb Sinn, weil der Aufwand pro Flasche gleich ist. Warum also nicht auch der Verdienst? Ob nun beim Bordeaux oder beim einfachen Pinot Grigio .
Foto: Michael Willems / Pixelio.de

Permalink: Bordeaux: Kalkuliert Gastronomie falsch?
Tags: Bordeaux Wein Rotwein Preise Gastronomie
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