Bodensee – Vielfalt aus drei Staaten

© Philipp Hilpert – Philography
Eine atemberaubende Gegend, dieser Bodensee! Vor allem dann, wenn man auf dem Gupf steht und hinunterblickt aufs andere Ufer. Sowohl Bregenz (die österreichische Seeseite) als auch Friedrichshafen und Lindau (der deutsche Teil) sind von hier aus zu sehen, im Vordergrund befindet sich die Schweizer Seeseite. Wein wächst in allen Landesteilen, doch seine Bedeutung ist sehr unterschiedlich. Beginnen wir in Vorarlberg, dem eher für seine Berge und die Seefestspiele als für seinen Rebensäfte bekannten Bundesland Ã-sterreichs. Nur selten bekommt man in den Restaurants und Heurigen heimische Tropfen, meist weichen die Gastronomen und Gäste auf Weine aus der Wachau oder aus dem Burgenland aus. Nun gut, es sind eh nur ein paar Winzer und Hektar, die hier in der Statistik zu verzeichnen sind. Anders bei den Schweizern. Im Thurgau und in St. Gallen mangelt es nicht an Reben, doch die meisten befinden sich etliche Kilometer vom Ufer entfernt – und viele Winzer sehen sich nicht als See-Erzeuger. Eigentlich sind es vor allem die Deutschen, die ihre Reben in großem Umfang am Seeufer anbauen und die konsequent Bodenseeweine trinken. Wie das Weingut Aufricht beweist, müssen Seeweine nicht nur leicht und spritzig ausfallen, sie können auch richtig komplex und dicht sein. Ein Chardonnay & Grauburgunder passt bestens zu den Fischgerichten vom See: zu Felchen etwa, kurz gebraten. Oder zur seltenen Trüsche mit ihrer Leber!
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