Aus für deutsch-französischen Wein?

© daskerst
Das darf ja wohl nicht wahr sein. Soviel Bürokratie ist einfach nur schädlich. Da hat ein badischer Winzer gemeinsam mit seinem elsässischen Freund einen einmaligen deutsch-französischen Wein geplant. Schließlich liegen beide Regionen lediglich durch den Rhein getrennt, einträchtig nebeneinander. Und so kam es dann auch, dass im Rahmen eines gemeinsamen Festes ein gemeinsamer Wein entstand:
Jeweils zur Hälfte befüllten sie ihre Weinfässer mit hellen Trauben aus Deutschland und Frankreich und ließen den Wein über Monate reifen. Auf einem Schiff mitten auf dem Rhein füllten die Winzer im Juli 2008 schließlich den ersten deutsch-französischen Wein in Flaschen – genau auf der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich.
Eine tolle Sache, doch leider hat diese einen kleinen Haken. Hierüber klärt uns DW-World auf:
Grenzübergreifende Weine dürfen in Europa nur als minderwertige Tafelweine etikettiert werden. Ohne Herkunftsort und Rebsorten. So will es das Gesetz. Noch nicht einmal der Jahrgang darf auf die Flasche.
Nun handelt es sich aber um ein Cuvee aus alteingesessenen Weingütern und keineswegs um ein billiges Gepansche. Und das soll auch den Kunden kommuniziert werden. Genau das hat der badischen Winzer Zähringer getan – mit dem Resultat, dass die mit Jahrgang und Rebsorte beschrifteten Flaschen nun beim Staatsanwalt liegen.
Man kann nur hoffen, dass die Sache glimpflich ausgeht, denn dann ist auch ein Dreiländerwein, gemeinsam mit der Schweiz geplant.
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